Freitag, 26. Februar 2016

Hallo ich bin der Thomas

Thomas Peiter kam nicht durch ein Zufall nach Mümmelmannsberg, er wurde von der Kulturbehörde gebeten, den Mümmelmannsberger- innen Kunst und Kultur näher zu bringen !! Dies war 1980, wenn man bedenkt, das Mümmelmannsberg schon 1972 die ersten Kunst&Kulturtage hatten. Aber der Thomas Peiter kam, und schuf erst ein mal eine Gruppe von Intressenten um sich, bevor er einen Verein gründete !!  
                                                                                  
Offenes Atelier in Mümmelmannsberg
Er war begeisterungfähig, durch und durch Entertainer und Performer, er zog die Massen an. Er machte so viele Dinge, die man hier gar nicht alle auf zählen kann. Aber die Kunst Aktionen in der Astrastube oder im EisCafé von Mümmelmannsberg suchen immer noch ihres gleichen !! 

                                                                       
Interaktionen im EisCafé von Mümmelmannsberg
Thomas Peiter war "Interaktionskünstler,
Pumpsmaler, Engelmaler, er machte Gemeinschafsbilder, Documenta Gemeinschaftsaktion mit Joseph Beuys, Schule des Sehens von Oskar Kokoschka, Stadtteilkünstler,Träger der Senator-Biermann-Ratjen-Medaillen Träger (verliehen von Helga Schuchardt 1986), und war BBK-Mitglied. 
Er verstand auch Gebäude wieder zu beleben, wie das Schloß in Agathenburg, wo wir fast 30 Tage lang Kunst&Kultur machten. 
Als er dann in den 90ziger Jahren Mümmelmannsberg verließ, wurde es sehr still im Stadtteil,  da für zog er sie nach Buxtehude zu seinen legendären JurFixe Veranstaltungen.  Dort gab es das Musée Peiter in Buxtehude, und er veranstaltete regelmäßig Jour Fixe-Gesprächsrunden mit Themen aus den Bereichen Kunst und Politik. Er ist gestorben im Jahre 2009. Er wollte eigendlich noch 23 Jahre Engelgemeinschaftsbilder malen - jetzt macht er´s im Himmel, mit den Engeln !!

Bezugsquelle von Dirk Schwarze

Peiter umkreist  Beuys
Eine  mehr als 20jährige Bindung an die Documenta und Josepf Beuyt wird an diesem Wocehnende wiederbelebt. Der Hamburger Interaktionskünstler Thomas Peiter umkreist die Beuys-Ausstellung im Fridericianum.
Es war Sommer 1972. Joseph Beuys hatte für 100 Tage in der documenta 5 sein Büro für die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“ eingerichtet und diskutierte Tag für Tag mit den Besuchern. Im selben Sommer stand die bundesdeutsche Gesellschaft unter dem Eindruck der Terror-Anschläge der Baader-Meinhof-Gruppe und der Jagd auf die Terroristen.
Genau zu jener Zeit wanderte der Hamburger Interaktionskünstler Thomas Peiter durch die Ausstellungsräume der documenta, um als „Dürer“ die Reaktionen der Besucher herauszufordern. Beuys fand Gefallen an der Aktion und irgendwann sagte er zu Peiter: „Dürer, ich führe persönlich Baader und Meinhof durch die documenta V“. Das war natürlich ebenfalls provokativ gemeint. Peiter nahm die Botschaft sofort auf und schrieb sie in ungelenker Schrift auf zwei gelbe Tafeln, die er in der Folgezeit quer durch die Documenta trug. 
                                                                  

Die Tafeln wurden schließlich zu eigenständigen Objekten: Durch die Hinzufügung von Filzpantoffeln erhielten die Tafeln „Füße“ und dank Klaus Staeck und seiner Mutter wurden die Pantoffeln ganz im Sinne von Beuys mit Fett und Rosenstielen gefüllt. Und Beuys als ein Künstler, der es verstand, alles seinen Ideen nutzbar zu machen, hatte nichts dagegen, die Tafeln in sein Werk einzubeziehen. Es dauerte nicht lange, bis die Tafeln als originale Beuys-Objekte gehandelt wurden und der Name des dahinter stehenden Aktionskünstlers Thomas Peiter vergessen war.
Nun sind die Tafeln als Relikte der documenta 5 nach Kassel ins Fridericianum zurückgekehrt. Hier wird auch bewußt gemacht, daß es sich um eine „Gemeinschaftsarbeit“ von Beuys und Peiter handelt. Auch Peiter ist nach Kassel zurückgekehrt. Er, der bei der jüngsten documenta als van Gogh aufgetreten war, wird an diesem Wochenende 67. Die Beuys-Ausstellung und die Wiederbegegnung mit seinen Tafeln nimmt er zum Anlaß, von heute bis Sonntag (1. bis 3. Oktober) seinen Geburtstag, Beuys und die Kunst in Kassel zu feiern.
Heute Vormittag wird er in dem offenen Raum im Durchgang des Zwehrenturms ein Gemeinschaftsenvironment mit Kasseler Bürgern schaffen. Abends gibt es ab 23 Uhr ein Treffen im Studio Kausch und am Samstag und Sonntag lädt er zur Führung durch die Beuys-Ausstellung und Aktionen im und vor dem Fridericianum ein.
HNA 1. 10. 1993

Er war nicht nur Künstler, er war auch Animateur, er konnte Leute zum mit machen annemieren. Das war seine große Stärke. Die wenigsten wissen das Thomas Peiter ein Schüler von Oscar Kokoschka war, aber das ist bei ihm nicht so wichtig gewesen.  Er erzählte zwar von der Malsschule des "Sehens", aber mehr nicht. Auch  was er aus dem Ruhrpott stammt, war manch mal eine Geschichte wert. Für mich kam das immer so vor, als ob er ein getriebener war, der nichts verpassen wollte !! Heute dies, morgen das, und was dann kam stand in den Sternen !! Als ich in den Verein Offenes Atelier ein getreten bin, war das eine tolle Begegnung, die ich schon mal bei einem Graffiker in Hänigsen erlebte.  Er nahm die Menschen so wie sie sind, mit all ihren Stärken, und mit all ihren Schwächen, und das ist gut für jemandem der Kunst machen möchte. Ich habe am heutigem Tage der Kulturbehörde geschrieben, da mit Thomas Peiter  als Interaktionskünstler auch mal eine Anerkennung bekommt. 
Was da draus wird, wir werden es ja erleben !! So ich habe mich an die Kulturbehörde gewendet, um eine Gedenktafel für Thomas Peiter finanzieren zu lassen. Dies wurde abgelehnt, mit dem Hinweiß, ich solle den Antrag an das Bezirk - Mitte stellen. Was das bedeutet, kann sich jeder selber ausmalen. Nun sind wir so weit gekommen, das "Offene Atelier in Mümmelmannsberg e.V." wird wohl selbst eine Gedengtafel an fertigen lassen. Dann werden wir ja mal sehen (abwarten müssen), wie es auf dieser Ebene weiter geht ??


                          Bezugsqueelle http://www.thomaspeiter.com
                                                                                                  
Bezugsquelle aus "aktivwohnen" Mümmelmannsberg
Interaktion am Rathausmarkt

                                                                                 
Auch die Schwarze Rose von Billstedt (Marta Kegeler) konnte begeistern
                                                                                 
Die kulturrellen Aktionen in Mümmelmannsberg, waren immer gut besucht !!
                                       
Bezugs Link:  http://dirkschwarze.net/2009/01/08/peiter-umkreist-beuys/
                             Aus dem Buch  "Hamburger Künstler-innen"   
                                                                                   

 

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